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Digitalisierung im Gesundheitswesen für mehr Vernetzung

Rund 250 Teilnehmer informierten sich am 5. Oktober beim Fachkongress „eHealth.NRW“ im Kongresszentrum Dortmund über das digitale Gesundheitswesen. Der von der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH veranstaltete Fachkongress ist die zentrale Veranstaltung bundesweit für alle Fragen im Zusammenhang mit dem Aufbau der Telematikinfrastruktur und der Einführung nutzerorientierter Anwendungen in das Gesundheitswesen. Eröffnet wurde die Veranstaltung von NRW-Gesundheits-ministerin Barbara Steffens.

 

digitalisierung_fotohiero_pixelio-de_ztg    © Hiero_pixelio.de

Der Aufbau der Telematikinfrastruktur (TI) ist ein Kernelement zur Weiterentwicklung unseres Gesundheitswesens in Richtung eHealth und die Voraussetzung für die sichere elektronische Vernetzung aller beteiligten Akteure. Das wurde beim heurigen Fachkongress „eHealth.NRW“, veranstaltet von der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH, mehr als deutlich. „Die TI bietet die Chance, durchgängige, patientenzentrierte Behandlungspfade technisch zu unterstützen und zeitnah relevante Behandlungsinformationen da bereitzustellen, wo die Patienten sind“, so Lars Treinat, ZTG-Geschäftsführer Telematik. „Bei dieser Weiterentwicklung des Gesundheitswesens müssen alle Berufsgruppen und auch die Bürger einbezogen werden.“

Mit dem E-Health-Gesetz, das Anfang 2016 in Kraft getreten ist, wurde der zeitliche und inhaltliche Rahmen für die Einführung und Etablierung von nutzerorientierten Telematik- und Telemedizinanwendungen abgesteckt. Der Startschuss soll noch in diesem Herbst erfolgen, u.a. in der größten Testregion: Nordrhein-Westfalen. Die Anwendungen und Komponenten der Telematikinfrastruktur wurden auf dem heurigen Fachkongress in verschiedenen Diskussionsrunden von den Experten auf dem jeweiligen Gebiet aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, u. a. aus der Perspektive von Ärzten, Apothekern, weiteren Gesundheitsberufsgruppen, Politik, Wissenschaft sowie von Patienten.

Einig waren sich alle Aktiven in einem Punkt: Die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens ist digital! Nur durch die Vernetzung aller Akteure kann die Versorgung der Patienten auf qualitativ hohem Niveau bleiben und sogar verbessert werden. Wie diese Anwendungen ausgestaltet werden sollten, um den größtmöglichen Nutzen für alle Beteiligten zu erreichen, wurde dagegen teils kontrovers diskutiert: In puncto Rollenverständnis, Zugriffsrechte, Patiententeilhabe, Vergütungsregelungen etc. müssen sich die beteiligten Parteien zum Teil noch aufeinander zubewegen. „Damit Patienten möglichst schnell von nutzenstiftenden eHealth-Anwendungen profitieren können, müssen neue Wege beschritten werden“, so Rainer Beckers, ZTG-Geschäftsführer Telemedizin. „Alle Beteiligten müssen den Mut haben, aufeinander zuzugehen und sich trotz ungewisser Vergütungsregelungen zu engagieren.“

Weiterführender Link:

www.ztg-nrw.de

Updated: November 15, 2016 — 11:55
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